Ich bewohne seit Anfang April einen Neubau in Leipzig (Hofer Str. 66, 04317), in welchem die Wohnungen mit einem Glasfaseranschluss ausgestattet sind. Da PYUR als Technik GPON nutzt, ist dieser aktuell auch der einzige Anbieter für Internet im Haus (bis auf LTE-Tarife).
Für IPv4 vergibt PYUR bei Privatkundentarifen ausschließlich private CGNAT Adressen. Dies ist grundsätzlich erstmal akzeptabel, da der Adressbereich langsam aber sicher voll ist. Problematisch ist aber, dass keine IPv6 Präfixe vergeben werden. Laut Telefonsupport ist dies Technisch im Leipziger Anschlussgebiet nicht möglich - laut verschiedenen Forenbeiträgen ist dies auch schon Jahrelang ein Problem. In Business-Tarifen werden öffentliche IPv4-Adressen vergeben, doch auch hier ist kein IPv6 möglich.
Dies verletzt meiner Ansicht nach die Netzneutralität, da Server, die ausschließlich IPv6 verwenden, nicht erreicht werden können. Dies kommt aufgrund der Adressknappheit von IPv4 vermehrt vor. Zusätzlich wird Kunden die Möglichkeit genommen, Dienste wie private Web- oder Spiele-Server Zuhause zu betreiben, ohne ein VPN als Tunnel zu verwenden.
Sind ISPs in Deutschland aktuell verpflichtet, IPv6 Präfixe zu vergeben? Verletzt PYUR hier ihrer Ansicht nach die Netzneutralität?